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John Deere Getriebe eAutoPowr: Stufenlos mit elektro-mechanischer Leistungsverzweigung

Mannheim, 28. Oktober 2019 – John Deere hat in Kooperation mit Joskin das weltweit erste stufenlose Getriebe mit elektro-mechanischer Leistungsverzweigung inklusive Schnittstelle für Anbaugeräte vorgestellt. Das völlig neue Konzept wurde von der Jury der AGRITECHNICA Neuheiten-Kommission mit der einzigen Goldmedaille ausgezeichnet.

Beim neuen eAutoPowr hat John Deere die Hydraulikkomponenten komplett durch einen elektrischen Leistungspfad ersetzt. Die zwei bürstenlosen Elektromotoren sind nahezu verschleißfrei und die Dauerhaltbarkeit des Antriebsstrangs übertrifft alle anderen Konzepte, die bisher in der Industrie angeboten werden. Außerdem sind die Wartungskosten deutlich geringer.

Eine weitere Stärke ist der speziell im Teillastbereich erhöhte Wirkungsgrad. Dadurch konnte die ohnehin schon einzigartige Kraftstoffeffizienz der 8R Traktoren nochmals gesteigert werden. Der Fahrer profitiert zudem von der sehr feinen Geschwindigkeitsregulierung und dem besseren Beschleunigungsverhalten.

Ein integriertes Leistungsmanagement sorgt für die Übertragung hoher Motorleistungen, ohne dass der mechanische Antriebsstrang überlastet wird. Die Kupplungsverschleiß wird permanent überwacht und die Kupplung adaptiv kalibriert.

Für den Antrieb von Anbaugeräten und Anhängern kann das eAutoPowr bis zu 100 kW elektrische Leistung bereitstellen. Es sind 700 V Gleichstrom (DC) oder 480 V frequenzvariabler Dreiphasen Wechselstrom (AC) abrufbar. Damit bietet das eAutoPowr Getriebe erstmalig eine kostengünstige und effiziente Elektrifizierungslösung für intelligente Traktor-Gerätekombinationen, bei der Stromerzeugung und Fahrantrieb verschmolzen sind.

Die Traktor-Güllefass-Kombination hat John Deere gemeinsam mit der Firma Joskin entwickelt. Das 25,5 m3 Güllefass ist mit zwei Triebachsen ausgestattet, die von einem 100 kW Elektromotor angetrieben werden. Dieser Motor wird über eine genormte AEF ISO Steckdose mit Strom versorgt. Die Triebachsen ermöglichen eine Traktionserhöhung und damit eine deutliche Schlupfreduzierung. Dadurch lassen sich Bodenschadwirkungen vermeiden.

Der zusätzliche Antrieb lässt sich auch für andere Anbaugeräte und Anhänger nutzen. Dank der Technologie können kleinere, leichtere Traktoren breitere Anbaugeräte und Injektoren ziehen. Hierdurch steigt die Schlagkraft, während die Investitionskosten sinken.